Das Projekt

Der Gottesacker in Herrnhut wurde 1730 von der Brüdergemeine Herrnhut, einer evangelischen Freikirche mährischen Ursprungs, als Begräbnisplatz für ihre Mitglieder angelegt. Er ist ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung und in seiner Anlage mit schlichten, liegenden Grabsteinen aus sächsischem und schlesischem Sandstein, die das „Eingesätsein“ der Toten in den „Acker Gottes“ und das Warten auf die Auferstehung symbolisieren, weltweit ein Vorbild für viele Friedhöfe geworden. Noch heute finden dort wie vor 280 Jahren ausschließlich Erdbestattungen statt.

Auch hat er trotz verschiedener Erweiterungen seinen ursprünglichen Charakter erhalten können und die Unterteilung in Brüder- und Schwesternseite – linke Begräbnisfelder nur für Männer, rechte nur für Frauen – beibehalten. Alljährlich zieht, angeführt von zwei Bläserchören, die Herrnhuter Gemeinde am Morgen des Ostersonntags auf den Gottesacker, um in Verbundenheit mit den „heimgegangenen Geschwistern“, den Verstorbenen, bei Sonnenaufgang die Auferstehung Jesu zu feiern.

Die Denkmalstiftung

Die Denkmalstiftung Gottesacker Herrnhut soll eine Treuhandstiftung werden, eine unselbständige Stiftung in der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Eine Satzung dokumentiert den Stifterwillen und benennt das Stiftungskapital, welches ungeschmälert zu erhalten ist. Die Kapitalerträge fließen nach Abstimmung mit dem Stifter in denkmalpflegerische Maßnahmen zur dauerhaften Bewahrung der historischen Anlage des Herrnhuter Gottesackers. In Rechtsfragen und in der Stiftungsverwaltung wird die Denkmalstiftung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vertreten. Ziel ist es, die Denkmalstiftung Gottesacker Herrnhut mit einem Stiftungskapital von 100.000 € zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010 zu gründen. Der Verein der Förderer des Kulturdenkmals Gottesacker Herrnhut e.V. sammelt schon seit dem Jahr 2003 Mittel für diese anspruchsvolle Aufgabe. Trotzdem brauchen wir noch große, finanzielle Unterstützung.

Bitte helfen auch Sie mit, ein einmaliges Kulturdenkmal für kommende Generationen zu bewahren!

Der Verein

Um den heute mehr als 6.000 Gräber umfassenden Gottesacker in seiner barocken Form zu erhalten, gründete sich 2003 der gemeinnützige Verein der Förderer des Kulturdenkmals Gottesacker Herrnhut e.V. Durch die Beiträge seiner engagierten Mitglieder und durch Spendenwerbung trägt er finanziell zum Erhalt dieses historischen Kleinods bei. Zusätzlich zur Unterstützung aktueller Pflegemaßnahmen und Hilfe bei besonderen Projekten war eine Stiftungsgründung im Satzungszweck von Anfang an festgeschrieben worden.